Schlepperfreunde Olfen e.V.

8. Schleppertreffen lockt zahlreiche Besucher nach Vinnum

 

... VINNUM Rund 400 tonnenschwere Oldtimer präsentierten sich im Sonnenschein auf der Reitanlage Lützow. Die Schlepperfreunde Olfen luden zum 8. Mal zu ihrem großen Schleppertreffen ein. Mit so mancher Überraschung im Gepäck.Es wackelt, es rumort, es qualmt. Ringe, die aus dem Auspuff in die Luft gestoßen werden, machen jedem Raucher Konkurrenz. Wenn Bernhard Koch mit seinem Lanz Bulldog fahren will, ist es mit einer einfachen Schlüsselumdrehung nicht getan.

Da das Ungetüm von 1949 keine Ventile besitzt, muss zum Starten die Glühnase, die sich im Zylinderkopf befindet, mit einer Lötlampe zum Glühen gebracht werden. Daher die Bezeichnung Glühkopf. Mit einem Schwungrad wird der Motor angeworfen.

Bernhard Koch aus Siepen gehörte zu zahlreichen Ausstellern, die auf der Reitanlage Lützow rund 400 Schlepper-Oldtimer ausstellten. Zum 8. Mal luden die Schlepperfreunde Olfen ihre Freunde aus Nah und Fern ein, dabei zu sein.

Mit dem Geräteträger B11 von der Ruhrstahl AG Witten haben wir ein extrem seltenes Fahrzeug dabei, sagte Michael Beckmann, einer der Mitorganisatoren. Dieses Gerät aus dem Jahre 1952 verrichtete drei Arbeitsgänge in einem und war damit eine echte Revolution. Aber auch dreimal so teuer wie ein normaler Trecker, so Beckmann. Nur eine sehr kleine Stückzahl wurde produziert. Bekannt sind noch 10 bis 15 Maschinen.

Kühlerfiguren zeigten Sinn für Humor

Viele weitere Schätzchen hatten ein Stelldichein auf dem weitläufigen Gelände. Üblicherweise in grün, blau oder rot, stach ein neongelb-grün lackierter Hanomag aus dem Jahr 1961 deutlich hervor. Deutz, Lanz, Fendt, Holder, Eicher oder Hanomag standen für Stärke und Robustheit und stellten auch vom Erscheinungsbild her wahre Kraftmaschinen dar.

Kühlerfiguren wie die schlittschuhfahrende Schönheit von Veedol oder aus neueren Tagen ein Gummihuhn an der Kupplung, schwächten das Bild ab und zeigten Sinn für Humor. Vor allem erfreuten die Oldtimermodelle durch ihre unterschiedlichen Formen. Schnell fanden sich Gesprächsgrundlagen zwischen Ausstellern und Besuchern, die sich die Oldtimer ganz genau ansahen und teilweise an ihre eigene Kindheit erinnert wurden.

Alles für das Restauratorenherz

An anderer Stelle demonstrierten die Schlepperfreunde, wie mit einem Trecker eine Getreidemühle in Gang gesetzt wird. An einem Stand für Ersatzteile gab es vom Tankdeckel bis hin zum original Schriftzug alles, was das Restauratorenherz begehrte. Die Kinder hatten ihren Spaß auf dem Mini-Quad-Parcours. Bei der Ausfahrt der Fahrzeuge rund um Vinnum und Olfen durften auch Besucher teilnehmen. Standesgemäß mit typischem Strohhut, den es beim Händler zu erwerben gab.

 

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